Liebe Modellbahn-Freunde,
ich bastel seit meinem 6.Lebensjahr an Modellbahn-Anlagen. In der Jugendzeit und im späteren Arbeitsleben gab es immer wieder kurze oder längere Unterbrechungen, da sich die Interessen verschoben hatten oder es die Zeit auf Grund familiärer oder beruflicher "Aktivitäten" nicht zuließ. Um es ganz einfach beim Namen zu nennen: Frauen, Kinder und Arbeitsstress. Letzteres führte 2019 zum Burnout, zu schweren Depressionen und zu chronischen Nervenschmerzen. Ich habe 25 Jahre wirklich gerne gearbeitet, krank oder "Nein" sagen gehörte nicht zu meinem Wortschatz. Erkältung, Fieber oder Bandscheiben-Vorfälle waren für mich kein Grund, der Arbeit fern zu bleiben. Grippostad und Physiotherapien um 19:20 Uhr mussten zur Regeneration reichen. Irgendwann meldet sich aber Geist und Körper und setzt dem Ganzen ein Ende: Bluthochdruck, Probleme mit der Schilddrüse, Tinnitus, Asthma, Neurodermitis, B12- und Schlafmangel, Schmerzen am ganzen Körper und schwere Depressionen. Jeder Gedanke, jeder Moment, jede Erinnerung.... alles nur noch Negativ und extrem belastend.
Ich war zur stationären und ambulanten Reha, ein gräuliches Kapitel, das mich noch tiefer in den Sumpf gezogen hat. Seit 2020 bin ich beim Psychotherapeuten in Behandlung, alle 4 Wochen beim Neurologen. Seit 2021 mache ich Ergotherapie, was mir wirklich extrem hilft (Danke an Frau Kurz von der Ergotherapie Prausa in Königs Wusterhausen!) und seit fast 10 Jahren ist Physiotherapie und Schmerzmedizin mein ständiger Begleiter. Diese ganzen Maßnahmen sowie die Pharma-Industrie halten mich am Leben, fesseln mich aber immer noch ans Bett. Auf dem Handy schaue ich irgendwelchen Blödsinn und nebenbei läuft im TV die Serie "Mein Leben mit 300 kg". ich habe keinen Antrieb, keine Lust, keine Zukunft....
Warum dieser lange Einleitungs-Text? Ich will von Anfang an offen und ehrlich meine Einschränkungen aufzeigen....