Industriegebiet "Tannenwalde"
Erstmal ein paar Zeilen, wieso ein Industrie-Segment in der Prignitz entstehen soll. Ich würde am liebsten jeden verdammten Haltepunkt, Bahnhof oder "Anschließer" des Prignitzer Schmalspur-Netzes ins Modell umsetzen, leider lässt es der fehlende Platz, das liebe Geld und die zu knapp vorhandene Zeit nicht zu. Also erstmal volle Konzentration auf 2 bis 3 Projekte, ergänzen kann man später immer noch.
Projekt "Perleburg" ist Ausgangsstation für Güter- und Personenzüge, es können bis zu 5 Loks oder Triebwagen abgestellt, gewartet und repariert werden. Der Güterverkehr ist umfangreich möglich, es gibt Anlaufstationen für gedeckte und offene Waggons, für Tankwagen, für Flachwagen und natürlich auch für Gepäckwagen. Im Personenzug-Dienst starten kurze Triebwagen, aber auch Züge mit mehreren Personenwagen bis max. 60 cm Länge. Denkbar ist ein Abzweig auf der Strecke, so dass es mehrere Verbindungen geben kann. Mit diesen geschaffenen Vorraussetzungen gibt es unheimlich viele Möglichkeiten im weiteren Verlauf der Segmentanlage.
Projekt "Tannenwalde" kann als Kreuzungs- oder Endbahnhof genutzt werden, aber auch als allein stehender Kopfbahnhof ohne das Projekt "Perleburg". Der Bahnhof besitzt einen kleinen Lokschuppen (Marke Eigenbau), der je nach Verwendung des Bahnhofs entweder eine Heimatlok stationiert oder zur Unterbringung und Versorgung der letzten ankommenden Zug-Lok dient. Ein paar Kohlen für die Heim- oder Weiterreise, den Wasservorrat auffüllen und etwas Schlacke da lassen, mehr passt sowieso nicht hin. Ein Durchgangsgleis bringt die Personenzüge und Triebwagen zum Bahnhof auf der rechten Seite. Darunter befindet sich das Ladegleis, das am linken Ende in den Lokschuppen führt. Über dem Durchgangsgleis liegt das Umfahrgleis, welches auf der linken Seite in ein kurzes Abstellgleis mündet (z.B. Holztransporte) und nach rechts zum Güter- und Postumschlag am Bahnhof führt.
Im Prignitzer Schmalspurnetz gab es entlang der Strecke immer wieder Gleisanschlüsse zu Gutshöfen, Ziegeleien, an eine Kalksandstein-Fabrik, im Bahnhof Kyritz an eine Stärkefabrik, im Bahnhof Havelberg gar an einen Hafen. Es gab also einigen Güterverkehr und den will ich im Maßstab 1:87 nun etwas bündeln. Als Vorbild dient der Anschluss zum "VEB Stärkefabrik Kyritz". Der Betrieb liegt in der Stadt und die Gleise verlaufen im Pflaster der Zufahrtstraßen, außerdem gibt es eine normalspurige Anbindung, ein 3-Schienengleis und Drehscheiben.
Eine großen Anteil an der Entscheidung zum Bau eines Industrie - Viertels hat auch die Anlage "Das Büdchen - Die Nahmertaler Kleinbahn" von Lucien.
https://www.schmalspur-treff.de/t360f20373-Am-Buedchen-die-Nahmertaler-Kleinbahn.html
Das H0/H0e-Segment "Industrie"
Die endgültige Größe des Industrie-Viertels steht noch nicht fest, wird sich erst aus der Platzierung der Gebäude, Gleisanlagen, Drehscheibe, etc. ergeben. Wahrscheinlich werden es wohl eher 2 Segmente werden, die an der Längsseite verbunden sind. Die Länge ist auf ca. 115 cm begrenzt, die Tiefe max. 100 cm. Es bieten sich 2 Segmente a 115 x 30 bis 50 cm an.
Gebäude - Bausätze
Die Gebäude - Bausätze stammen von verschiedenen Herstellern, hauptsächlich sind es Lasercut - Modelle. Die Liste wird vervollständigt, sofern ein neuer Bausatz dazu kommt.
- VEB NAGEMA (Schlosserei - Modellbahn - Union)
- Betriebsfeuerwehr/Heizhaus (Garagen - Busch)
- VEB DKK Kühlschrankwerke (Fabrik - ehemals MKB)
- Betriebsgaststätte (PIKO)
- VEB Minol - Propangas (Piko)
- VEB Möbelbau (Kalina - Joswood)
- Verwaltungsgebäude (Joswood)
- ...
Noch offen:
- VEB Stärkefabrik Kyritz (evtl. Busch #1978)
Mai 2026 - VEB Kombinat NAGEMA
(Nahrungs- und Genussmittel-Maschinenbau)
Der Lasercut-Bausatz "Betriebsschlosserei EAW Mülheim-Speldorf" von Modellbahn Union ist Grundlage für den VEB NAGEMA. In den über 30 Kombinaten, verteilt auf die ganze DDR, wurden z.B. Maschinen für Bäckereien, Fleischereien und Mühlen gebaut, oder auch Verpackungsmaschinen, Kochanlagen, usw.. Für die Lieferfahrzeuge gibt es eine Toreinfahrt ins Werk, an dass sich dann das Lager anschließt. Zwischen diesem Bereich und der Fabrikhalle befindet sich ein Pausenraum und sanitäre Anlagen für die fleißigen Werktätigen des Kombinates.
Mai 2026 - Betriebsfeuerwehr/Heizhaus
Für den gesamten Industrie - Komplex ist bei Bränden oder Unfällen eine eigene Betriebsfeuerwehr zuständig. Diese befindet sich in einer umgebauten Fahrzeughalle der Firma "Busch". Zwei Fahrzeuge finden im linken Teil des Gebäudes Platz, wo sich auch das Lager, die Ausrüstung und Umkleide - Spinde befinden. Die andere Hälfte des Gebäudes ist das Heizhauss für die Fabriken und Kombinate in der Umgebung. Der Schornstein außen und die Schaltzentrale im Inneren sind von Joswood.
Mai 2026 - VEB DKK Kühlschrankwerke
Der Lasercut-Bausatz stammt von der Firma "MKB", dessen Sortiment 2025 von "Modellbahn Union" übernommen wurde. Ich hatte das Gebäude schon mal auf einem Diorama verbaut, allerdings ohne Inneneinrichtung. Das soll sich jetzt ändern, also wurde die Grundplatte und das Dach entfernt und erste Innenwände gestellt. Im OG befinden sich Lager, Pausenraum, Werkstatt und die Endmontage der Kühlschränke. Diese findet in einem halbhoch gefliesten Raum statt. ....
Juni 2026 - Betriebskantine "Zum Lokführer ..."
In der DDR gehörte zu jedem größeren "VEB" (Volkseigener Betrieb) oder einer Ansammlung kleinerer Kombinate eine Betriebskantine, also auch im "Industriegebiet" in Kyritz. Die Firma "PIKO" hat einige Kunststoff-Bausätze im Angebot, mit denen man die "gute alte Zeit" im Maßstab 1:87 nachbauen kann. Dazu gehört der Bausatz 61148 "Plattenbau Gaststätte", der perfekt ins Bild passt. Der Reiz liegt natürlich vor allem im Innenausbau der "Speisegaststätte". Der Bausatz zeigt vorbildgerecht auch den Keller der Plattenbau-Kantine und daher muss der Fußboden im Inneren etwas angehoben werden. Mit Balsa-Holzleisten wird rundherum ein Ring aufgebaut, auf dem dann der Boden liegt. Vom Eingang führt dann eine Treppe zur erhöhten Plattform.